Inspiration
Ratgeber: Den richtigen Schneeanzug für Kinder auswählen
Ein Schneeanzug wird im Winter oft viele Stunden am Tag getragen. Deshalb zählen nicht nur Farbe und Größe. Er sollte dem Kind genügend Bewegungsfreiheit geben, vor Wind und nassem Wetter schützen und im Alltag funktionieren, in dem er immer wieder an- und ausgezogen wird.
Denken Sie zuerst an die Bedürfnisse Ihres Kindes. Ein Kind, das lange und aktiv draußen spielt, kann andere Anforderungen haben als ein Kind, das den Schneeanzug vor allem auf kurzen Wegen trägt. Wenn die Nutzung klar ist, lassen sich die technischen Eigenschaften leichter beurteilen.
Ratgeber
1. Nach dem Alltag des Kindes auswählen
Überlegen Sie, wie häufig der Schneeanzug getragen wird, wie viel sich das Kind bewegt und wie stark die Kleidung nassem Untergrund und Abrieb ausgesetzt ist. Für aktive Tage in der Kita sind Bewegungsfreiheit, Abriebfestigkeit, getapte Nähte und praktische Details oft besonders wichtig.
2. Auf Wasserdichtigkeit und Nähte achten
Wassersäule
Die Wassersäule beschreibt, welchem Wasserdruck das Material in einem Labortest standhalten kann. Ein höherer Wert kann bei sehr nassem Wetter von Vorteil sein, darf aber nicht allein betrachtet werden. Zustand des Materials, Passform und Nutzung beeinflussen den Schutz in der Praxis ebenfalls.
Prüfen Sie die Wassersäule immer auf der jeweiligen Produktseite, da die Eigenschaften innerhalb des Sortiments variieren.

10.000 mm
Geeignet für gewöhnliches nasses Winterwetter.

15.000 mm
Bietet zusätzlichen Schutz bei sehr nassem Wetter.
Getapte Nähte
Nähte können Schwachstellen sein, an denen Wasser leichter eindringt. Bei einer getapten Naht wird auf der Innenseite ein schützendes Band angebracht, das die Naht gegen Wasser abdichtet.
Getapte Nähte können die am stärksten beanspruchten Bereiche abdecken. Vollständig getapte Nähte bedeuten, dass alle Nähte versiegelt sind. Prüfen Sie die Nahtkonstruktion auf der jeweiligen Produktseite.

Getapte Nähte
Die am stärksten beanspruchten Nähte sind gegen Wasser versiegelt.

Vollständig getapte Nähte
Alle Nähte sind gegen Wasser versiegelt.
3. Abriebfestigkeit und gemeinsame Eigenschaften beurteilen
Martindale-Test und Scheuertouren
Die Abriebfestigkeit wird mit der Martindale-Methode gemessen. Dabei wird eine Textilprobe wiederholt gegen ein scheuerndes Material gerieben, um zu beurteilen, wie gut der Stoff Verschleiß widersteht. Das Ergebnis wird in Scheuertouren beziehungsweise rubs angegeben.
Unsere Schneeanzüge sind mit einer Abriebfestigkeit von 60.000 oder 100.000 Scheuertouren angegeben. Ein höherer Wert zeigt im Test eine größere Widerstandsfähigkeit, ist jedoch ein technischer Richtwert und keine Garantie für eine bestimmte Lebensdauer.

60.000 Scheuertouren
Hohe Abriebfestigkeit für einen aktiven Alltag.

100.000 Scheuertouren
Besonders hohe Abriebfestigkeit für anspruchsvolles Spielen im Freien.
Allen unseren Schneeanzügen gemeinsam
Alle unsere aktiven Schneeanzüge verfügen über diese funktionellen Eigenschaften:

BIONIC-FINISH® ECO
Wasserabweisende Oberflächenbehandlung.

Wärme bis -15 °C
Für kalte Wintertage entwickelt.

Atmungsaktiv
Atmungsaktivität: 6.000 g/m²/24 Stunden.

3M-Reflektoren
Reflektierende Details vorne, hinten und an den Beinen.

YKK-Hauptreißverschluss
Ein robuster Hauptreißverschluss für den täglichen Gebrauch.

Trocknergeeignet
Bei niedriger Temperatur. So wäschst du den Schneeanzug deines Kindes.
Schneeanzüge mit 15.000 mm Wassersäule
LWJIAN 715 und LWJIAN 703 sind mit 15.000 mm Wassersäule und vollständig getapten Nähten angegeben.
4. Auf gute Passform und Bewegungsfreiheit achten
Der Schneeanzug sollte genügend Platz für Bewegung und passende Kleidungsschichten bieten, ohne so groß zu sein, dass er das Kind behindert. Lassen Sie das Kind die Arme heben, in die Hocke gehen und einige Schritte laufen. Der Anzug sollte gut sitzen, und Ärmel und Beine sollten auch bei Bewegung ausreichend bedecken.
Nutzen Sie die Größenberatung als Ausgangspunkt und wählen Sie grundsätzlich nach der aktuellen Körpergröße des Kindes. Liegt das Kind zwischen zwei Größen, sollten Sie besonders Rumpflänge und Bewegungsfreiheit beurteilen, statt nur zusätzlichen Platz zum Hineinwachsen einzuplanen.
5. Auf praktische Details achten
- Abnehmbare Kapuze, die zusätzliche Sicherheit bieten kann, falls sie hängen bleibt.
- Reflektierende Details für bessere Sichtbarkeit in den dunklen Monaten.
- Fußschlaufen, die die Hosenbeine über den Stiefeln halten.
- Verschlüsse, die sich von Kindern und Erwachsenen leicht bedienen lassen.
- Material und Futter passend zu Temperatur und Aktivitätsniveau.
Schneeanzüge mit 10.000 mm Wassersäule
LWJORI 721 ist mit 10.000 mm Wassersäule und getapten Nähten angegeben.
6. Kleidung in Schichten unter dem Schneeanzug
Die unterste Schicht sollte helfen, die Haut trocken zu halten. Je nach Temperatur und Aktivität kann eine isolierende Zwischenschicht ergänzt werden. Zu viele oder sehr dicke Schichten können die Bewegungsfreiheit einschränken und dazu führen, dass dem Kind zu warm wird. Fühlen Sie am Nacken oder oberen Rücken und passen Sie die Schichten im Tagesverlauf an.
Kurze Checkliste vor der Auswahl
- Passt der Schneeanzug zum Aktivitätsniveau und zur typischen Nutzung?
- Sind Wassersäule und Nähte für das erwartete Wetter geeignet?
- Passt die Abriebfestigkeit zum Alltag?
- Kann sich das Kind mit den geplanten Schichten frei bewegen?
- Hat der Anzug die Details, die Sie im Alltag benötigen?

























